Erdwärmebohrung

Erdwärmebohrung 2026: So gelingt Ihre nachhaltige Lösung

Hallo, ich bin Peter aus dem Redaktionsteam von solar-online.org. Wussten Sie, dass sich die Investition in eine moderne Erdwärmepumpe mit Sonde für viele Hausbesitzer schon nach wenigen Jahren rechnet? Die Gesamtkosten liegen zwar zwischen 19.500 und 33.000 Euro, doch die Einsparungen sind beträchtlich.

Eine fachgerecht ausgeführte Tiefenbohrung ist das wichtigste Fundament für Ihr Heizsystem. Sie sorgt dafür, dass Ihre Wärmepumpe über viele Jahrzehnte zuverlässig und kostengünstig arbeitet.

Im Jahr 2026 ist diese Technologie zukunftssicher. Sie liefert unabhängig von der Außentemperatur konstante Wärme. Das macht Sie unabhängiger von fossilen Brennstoffen.

Die Planung erfordert eine präzise Abstimmung mit Ihrem Fachbetrieb und den Behörden. So erfüllen Sie alle rechtlichen Vorgaben für 2026.

Mit dieser Lösung nutzen Sie regenerative Energie aus dem Erdreich. Sie reduzieren Ihren ökologischen Fußabdruck deutlich und unterstützen die private Energiewende.

In diesem Guide begleiten wir Sie durch alle technischen und rechtlichen Schritte. Unser Ziel ist Ihr erfolgreicher Start in eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Überblick zur Erdwärme und Erdwärmebohrung

Seiteninhalt

Die Nutzung der Erdwärme für Ihre Heizung basiert auf einem einfachen Prinzip. Diese Energie, auch Geothermie genannt, ist unabhängig von Jahreszeit und Wetter stets verfügbar. Sie stellt eine zuverlässige Wärmequelle dar. Diese Wärme steht Ihnen praktisch unbegrenzt zur Verfügung.

Definition und Funktionsprinzip

Erdwärme ist die im Erdreich gespeicherte thermische Energie. Sie entsteht durch den natürlichen Wärmefluss aus dem Erdinneren. Diese konstante Temperatur nutzt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Das Funktionsprinzip basiert auf einem geschlossenen Kreislauf. Eine frostsichere Sole zirkuliert durch die Erdsonden. Sie nimmt die Wärme aus dem Boden auf.

Die Wärmepumpe hebt diese Energie auf ein höheres Temperaturniveau. So kann sie Ihr Haus effizient beheizen. Der Prozess arbeitet ganzjährig stabil.

Die Funktion der Anlage ist sehr effizient. Für jede Kilowattstunde Strom erzeugen Sie mehrere Kilowattstunden Wärme. Das macht die Geothermie wirtschaftlich attraktiv.

Nachhaltige Vorteile der Erdwärme

Ein wesentlicher Vorteil ist die gleichbleibende Quelle. Das Erdreich liefert ganzjährig zuverlässige Energie für Ihre Wärmepumpe. Im Winter wie im Sommer bleibt die Temperatur konstant.

Sie werden unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Ihre Energieversorgung wird nachhaltig und lokal. Das schont die Umwelt und reduziert Ihre Betriebskosten.

Die Energiegewinnung findet direkt auf Ihrem Grundstück statt. Sie nutzen eine heimische Ressource. Das stärkt Ihre Unabhängigkeit.

Die Erdwärmebohrung benötigt wenig Platz. Die Sonden gehen senkrecht in die Tiefe. So erschließen Sie diese Energie auch auf kleinen Grundstücken. Die Bohrung ist das Tor zu dieser sauberen Wärme.

Ihr Heizsystem arbeitet damit emissionsarm und zukunftssicher. Sie investieren in eine langfristige Lösung.

Grundlagen der Erdwärmebohrung

Ihr Weg zu einer Erdwärmeheizung beginnt mit dem Verständnis für die zwei wesentlichen Arten der Geothermie. Diese Grundlagen sind wichtig für Ihre Planung.

Wie Erdwärme genutzt wird

Schon in 40 bis 100 Metern Tiefe herrscht das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 10 Grad Celsius. Diese stabile Wärme wird für Ihr Zuhause nutzbar gemacht.

Die oberflächennahe Geothermie befördert diese Energie mittels Erdsonden an die Oberfläche. Sie versorgt so Ihre Heizung und bereitet Ihr Trinkwasser auf.

Unterschiede zwischen oberflächennaher und Tiefengeothermie

Für private Haushalte ist die oberflächennahe Variante bis 400 Meter Tiefe der Standard. Sie liefert die perfekte Energiebasis für eine Wärmepumpe.

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Die Tiefengeothermie beginnt erst bei Bohrungen von mehr als 400 Metern. Sie dient primär großen Fernwärmenetzen oder Kraftwerken. Die private Erdwärmebohrung ist technisch weniger aufwendig.

So nutzen Sie das Erdreich als riesigen, ganzjährig verfügbaren Wärmespeicher direkt unter Ihrem Grundstück.

Planung und Vorbereitung Ihrer Erdwärmebohrung

Eine erfolgreiche Erdwärmebohrung steht und fällt mit einer durchdachten Vorbereitung. Diese Phase legt den Grundstein für die Effizienz und Langlebigkeit Ihres gesamten Heizsystems.

Ermittlung des Wärmebedarfs

Der erste Schritt ist die genaue Berechnung Ihres Wärmebedarfs. Nur so kann die spätere Sonde optimal dimensioniert werden. Ihr Fachbetrieb analysiert dafür die Größe und Dämmung Ihres Hauses.

Diese Berechnung bestimmt, wie viel Energie Ihre Wärmepumpe aus dem Boden ziehen muss. Eine korrekte Planung hier spart später Betriebskosten.

Wichtige Standort- und Grundstücksüberlegungen

Ihr Grundstück muss genug Platz bieten. Für die Arbeiten sollten etwa 50 Quadratmeter frei sein. Wichtige Abstände sind einzuhalten.

Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu Ihrem Haus. Zum Nachbargrundstück sind fünf bis sechs Meter empfehlenswert. Das schützt die Bausubstanz.

Die professionelle Planung einer Erdwärmebohrung prüft auch die Zugänglichkeit für große Bohrgeräte. Zudem wird ausgeschlossen, dass in Wasserschutzgebieten gebohrt wird.

Technische Voraussetzungen und Bodeneigenschaften

Der Schlüssel zur Effizienz Ihrer geplanten Anlage liegt in der sogenannten Entzugsleistung des Erdreichs. Diese Eigenschaft bestimmt, wie viel Energie Ihr Boden pro Meter an die Erdwärmesonde abgeben kann.

Entzugsleistung und berechnende Faustregeln

Die Entzugsleistung wird in Watt pro Meter (W/m) gemessen. Feste Gesteine wie Gneis oder Basalt bieten hohe Werte von 35 bis 70 W/m.

Das reduziert die benötigte Bohrtiefe erheblich. Trockene Sand- oder Kiesböden liegen hingegen oft unter 20 W/m.

Für die Planung gilt eine einfache Faustregel. Teilen Sie Ihren Wärmebedarf in Watt durch die Entzugsleistung in W/m. Das Ergebnis ist die erforderliche Gesamtlänge Ihrer Sonden.

Bodenbeschaffenheit und Wasserverhältnisse

Die lokale Bodenbeschaffenheit beeinflusst Kosten und Aufwand. Steinige Untergründe können die Arbeiten erschweren.

Wassergesättigte Schichten verbessern oft die Wärmeleitfähigkeit. Eine detaillierte Voruntersuchung ist daher unverzichtbar.

So stellen Sie sicher, dass Ihre Erdwärmebohrung optimal dimensioniert ist. Die richtige Planung spart langfristig Betriebskosten.

Genehmigungen und rechtliche Rahmenbedingungen

Jede Tiefenbohrung unterliegt in Deutschland spezifischen behördlichen Genehmigungsverfahren. Diese sind für Ihre Sicherheit und den Schutz des Grundwassers unverzichtbar.

Für Bohrungen bis zu einer Tiefe von 100 Metern benötigen Sie eine offizielle Erlaubnis. Diese erteilt die untere Wasserbehörde. Sie stellt sicher, dass die Arbeiten keine schädlichen Auswirkungen haben.

Planen Sie eine tiefere Erdwärmebohrung? Dann ist zusätzlich eine bergrechtliche Genehmigung vom Landesbergamt erforderlich. Dieser Prozess ist aufwendiger.

Zwei weitere Pflichtschritte sind wichtig:

  • Die Anmeldung beim geologischen Dienst Ihres Bundeslandes.
  • Eine Voranfrage, falls Ihr Grundstück in einem Wasserschutzgebiet liegt. Dort sind solche Bohrungen oft komplett untersagt.

Die gute Nachricht: Ein zertifizierter Fachbetrieb übernimmt für Sie die gesamte Kommunikation mit den Behörden. Er reicht alle nötigen Unterlagen ein und sorgt für rechtssichere Genehmigungen.

So starten Ihr Projekt auf einem soliden rechtlichen Fundament. Das schützt Ihre Investition und die Umwelt.

Ablauf einer Erdwärmebohrung 2026

Sobald alle Genehmigungen vorliegen, beginnt auf Ihrem Grundstück die aktive Bauphase für die Erdsonden. Die gesamte Erdwärmebohrung dauert in der Regel nur drei bis fünf Werktage.

Baustelleneinrichtung und Sicherheitsmaßnahmen

Der erste Tag dient der Baustelleneinrichtung. Ihr Fachbetrieb räumt Zufahrtswege für das schwere Bohrgerät frei. Zugleich errichtet er einen Sicherheitszaun.

So schützt er die Umgebung vor Lärm und herumfliegendem Gestein. Diese sorgfältige Vorbereitung ist für einen reibungslosen Ablauf essenziell.

Vorgehen bei Bohrung, Installation und Druckprüfung

Die eigentliche Bohrung startet am zweiten Tag. Der Bohrkopf arbeitet sich langsam in die Tiefe vor. Der anfallende Bohrschlamm wird sofort abgeführt und entsorgt.

Nach Erreichen der Solltiefe folgt die Installation. Die vorgefertigte Erdwärmesonde wird vorsichtig in das Bohrloch eingelassen. Anschließend wird der Hohlraum mit einem speziellen Gemisch verfüllt.

Dies stabilisiert die Sonde und verbessert den Wärmeübergang. Der letzte kritische Schritt ist die Druckprüfung.

Mit Wasser wird das geschlossene System unter hohem Druck getestet. Nur so ist gewährleistet, dass die Erdwärmebohrung über Jahrzehnte absolut dicht bleibt. Zum Schluss werden die Leitungen am Verteiler angeschlossen.

Kosten und finanzielle Fördermöglichkeiten

Bevor Sie sich für eine Erdwärmepumpe entscheiden, lohnt sich ein genauer Blick auf die anfallenden Kosten und die verfügbaren staatlichen Zuschüsse. Eine solide Finanzplanung macht Ihr Projekt sicher.

Preisgestaltung pro Bohrmeter und Gesamtkosten

Die Kosten für die Tiefenbohrung werden meist pro Meter berechnet. Im Schnitt liegen sie zwischen 50 und 100 Euro pro Meter.

Die genauen Gesamtkosten hängen stark von der Bodenbeschaffenheit ab. Felsiger Untergrund kann teurer sein.

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Für ein komplettes System inklusive Wärmepumpe und Sonde müssen Sie mit Gesamtkosten von 19.500 bis 33.000 Euro rechnen. Dazu kommen oft 300 bis 750 Euro für Baustelleneinrichtung und Genehmigungen.

Staatliche Förderungen und Zuschüsse

Die gute Nachricht: Der Staat unterstützt Ihr nachhaltiges Heizprojekt kräftig. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind Zuschüsse von bis zu 70 Prozent möglich.

Dieser Zuschuss gilt für die Wärmepumpe und die dazugehörige Erdwärmebohrung. So sinken Ihre Investitionskosten erheblich.

Die Gesamtkosten amortisieren sich dank der niedrigen Betriebskosten der Wärmepumpe meist innerhalb von zehn Jahren. Ihre Erdwärmebohrung ist damit eine lohnende Zukunftsinvestition.

Spezifische Aspekte der Tiefenbohrung

Die spezifischen Merkmale einer Tiefenbohrung bestimmen maßgeblich den Erfolg Ihrer Erdwärmeheizung. Jedes Projekt hat eigene Anforderungen an Tiefe und Anzahl der Bohrlöcher.

Für ein Einfamilienhaus liegt die typische Bohrtiefe zwischen 50 und 100 Metern. In dieser Zone ist die Erdwärme ganzjährig konstant und gut nutzbar. Die Effizienz hängt vom umgebenden Gestein ab.

Aspekt Private Tiefenbohrung Tiefengeothermie
Anwendungsbereich Einfamilienhäuser, kleine Gewerbebetriebe Großprojekte, Fernwärmenetze
Typische Bohrtiefe 50 bis 100 Meter Über 400 Meter
Genehmigungsaufwand Wasserrechtliche Erlaubnis (bis 100 m) Bergrechtliche Genehmigung erforderlich
Wärmequelle Konstante Erdwärme in oberflächennahen Schichten Hochtemperatur-Reservoir in großer Tiefe

Spezifische Aspekte der Tiefenbohrung

Bei einem sehr hohen Wärmebedarf können mehrere Bohrungen auf dem Grundstück verteilt werden. So erreichen Sie die benötigte Gesamtleistung.

Jede Tiefenbohrung muss genau dokumentiert werden. Der geologische Dienst wertet diese Daten für die regionale Planung aus. Ihre Erdwärmebohrung ist damit ein wichtiger Baustein.

Erdwärmepumpe – Funktionsweise und Kreislaufprozesse

Das Herzstück Ihrer nachhaltigen Heizung ist die Erdwärmepumpe, die durch einen cleveren Kreislaufprozess Wärme gewinnt. Dieser Prozess nutzt die konstante Temperatur des Bodens, um Ihr Haus effizient zu beheizen.

Um die hohe Effizienz zu verstehen, lohnt ein Blick auf die einzelnen Schritte. Jeder Teil hat eine klare Funktion.

Der Wärmepumpenkreislauf im Detail

Der Kreislauf beginnt mit der Wärmeaufnahme aus dem Erdreich. Eine spezielle Sole zirkuliert durch die Sonden.

Sie nimmt die Wärme auf und transportiert sie zum Wärmetauscher. Dort gibt die Sole ihre Energie an ein Kältemittel ab.

Dieses verdampft bereits bei niedrigen Temperaturen. Ein Verdichter erhöht den Druck des gasförmigen Kältemittels.

Dadurch steigt die Temperatur stark an. Die nun hohe Temperatur wird an Ihr Heizsystem übertragen.

Schritt Komponente Funktion
1. Wärmeaufnahme Erdwärmesonde & Sole Aufnahme der Erdwärme aus dem Boden
2. Wärmeübertragung Wärmetauscher Übertragung der Wärme auf das Kältemittel
3. Temperaturerhöhung Verdichter Erhöhung von Druck und Temperatur des Kältemittels
4. Wärmeabgabe Heizsystem Bereitstellung nutzbarer Wärme für das Haus
5. Rückführung Sole-Kreislauf Rückfluss der abgekühlten Sole zur Sonde

Rolle der Sole und Wärmetauscher

Die Sole ist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Sie bleibt auch bei kalten Temperaturen flüssig.

Im Wärmetauscher überträgt die erwärmte Sole ihre Energie. Das Kältemittel verdampft und startet den nächsten Schritt.

Die konstante Temperatur des Erdreichs macht die Erdwärmepumpe so effizient und zuverlässig.

Die abgekühlte Sole fließt zurück in die Erdwärmebohrung. So schließt sich der Kreislauf.

Durch diesen Prozess arbeitet Ihre Wärmepumpe kontinuierlich. Sie erreicht eine hohe Effizienz mit minimalem Energieaufwand.

Auswahl des Fachbetriebs und Qualitätsstandards

Die richtige Wahl Ihres Fachbetriebs ist entscheidend für den langfristigen Erfolg Ihrer Erdwärmeheizung. Ein seriöser Partner sorgt für eine professionelle Installation und beachtet alle Sicherheitsvorgaben.

So vermeiden Sie spätere Probleme und hohe Nachbesserungskosten. Die Zusammenarbeit beginnt mit einer vertrauensvollen Beratung.

Zertifizierungen (z. B. DVGW W120) und Erfahrungswerte

Achten Sie bei der Auswahl unbedingt auf anerkannte Zertifizierungen. Die DVGW W120 ist hier der wichtigste Standard.

Sie garantiert, dass der Betrieb nach höchsten technischen Regeln arbeitet. Erfahrene Fachleute kennen die lokalen Bodenverhältnisse genau.

Das ermöglicht eine präzise Planung der notwendigen Bohrungen. Fragen Sie daher immer nach Referenzen aus Ihrer Region.

Tipps zur Überprüfung der regionalen Kompetenz

Ein guter Anbieter zeigt Ihnen gerne erfolgreiche Projekte in Ihrer Nähe. So können Sie die Qualität der ausgeführten Erdwärmebohrung beurteilen.

Kompetente Firmen bieten oft Komplettpakete an. Diese umfassen Planung, Genehmigung und den Einbau der Wärmepumpen.

Sie unterstützen Sie auch bei der Beantragung von Fördermitteln. Sparen Sie nicht an der Expertise für Ihre Erdwärmebohrung.

Die fachgerechte Umsetzung ist die Basis für eine langlebige und effiziente Anlage.

Alternative Verfahren zur Erdwärmebohrung

Die Entscheidung für eine Erdwärmeheizung muss nicht immer eine Bohrung bedeuten. Nicht jedes Grundstück bietet die nötigen Voraussetzungen.

Dann stehen Ihnen zwei praktische Alternativen zur Verfügung. Beide nutzen Umweltenergie, aber auf ganz unterschiedliche Weise.

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Erdwärmekollektoren als Flächenlösung

Wenn eine Tiefenbohrung nicht möglich ist, sind Flächenkollektoren eine gute Wahl. Sie werden horizontal etwa 1,5 Meter tief im Boden verlegt.

Diese Rohrschlangen nehmen die Wärme aus den oberen Erdschichten auf. Dafür benötigen Sie jedoch sehr viel Platz.

Die benötigte Fläche darf nicht bebaut oder versiegelt sein. Sie ist ideal für große, unbebaute Grundstücke geeignet.

Luft-Wasser-Wärmepumpen als Alternative

Eine weitere Alternative sind moderne Wärmepumpen, die Energie aus der Außenluft ziehen. Diese Luft-Wasser-Wärmepumpen benötigen überhaupt keine Erdarbeit.

Sie sind daher perfekt für Bestandsgebäude. Die Installation ist oft schneller und günstiger.

Allerdings erreichen diese Wärmepumpen nicht ganz die hohe Effizienz von Systemen mit Erdwärmesonde. Bei sehr kalten Außentemperaturen kann der Stromverbrauch steigen.

Die Wahl zwischen Flächenkollektoren und Luftsystemen hängt von Ihrem Grundstück und Budget ab. Beide Wege führen zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung.

Wartung, Lebensdauer und Effizienz Ihrer Anlage

Die langfristige Leistungsfähigkeit Ihrer Erdwärmeheizung hängt von konsequenter Pflege ab. Eine fachgerechte Installation ist der Startpunkt. Die eigentliche Lebensdauer von über 50 Jahren erreichen Sie jedoch nur mit regelmäßiger Instandhaltung.

Regelmäßige Prüfungen und Wartungsintervalle

Planen Sie jährliche Service-Termine für Ihre Wärmepumpen ein. Die Kosten liegen dabei bei etwa 400 Euro. Diese Investition sichert die langfristige Effizienz.

Der Fachmann prüft den Solekreislauf auf Luftblasen oder Ablagerungen. Er kontrolliert auch den Druck und die Frostsicherheit der Flüssigkeit. So bleibt die Wärmeübertragung aus dem Erdreich optimal.

Langfristige Betriebskosten und Effizienzsteigerungen

Die Lebensdauer der Erdsonden übertrifft oft 50 Jahre. Die langfristigen Betriebskosten sind deshalb sehr niedrig. Die konstante Quelltemperatur macht Ihre Anlage wirtschaftlich.

Überwachen Sie die Betriebsparameter Ihrer Wärmepumpen. Kleine Anpassungen können die Effizienz weiter steigern. So minimieren Sie den Stromverbrauch Jahr für Jahr.

Die Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit Ihrer Heizung sind gesichert. Eine detaillierte Übersicht der Gesamtkosten einer Erdwärmebohrung hilft bei der Planung.

Fazit

Ihr Engagement für eine klimafreundliche Heizung zahlt sich langfristig aus. Es lohnt sich finanziell und für die Umwelt.

Mit einer Lebensdauer von über 50 Jahren ist die Erdwärmeinstallation eine Investition für Generationen. Eine sorgfältige Planung mit einem zertifizierten Fachbetrieb sichert diesen Erfolg.

Die anfänglichen Kosten amortisieren sich durch hohe Förderungen und niedrige Betriebskosten in wenigen Jahren. Details zur Wirtschaftlichkeit Ihrer Wärmepumpe helfen bei Ihrer Entscheidung.

Sie nutzen so die konstante Energie des Erdreichs für zuverlässige Wärme. Das macht Sie unabhängig und schützt das Klima.

FAQ

Was kostet eine Tiefenbohrung für meine Wärmepumpe ungefähr?

Die Kosten pro Bohrmeter liegen typischerweise zwischen 50 und 100 Euro. Für ein Einfamilienhaus mit zwei Sonden benötigen Sie oft 80 bis 160 Meter Tiefe. Die Gesamtkosten für die Bohrungen allein können so zwischen 8.000 und 32.000 Euro betragen. Planen Sie zusätzliche Budgets für die Wärmepumpe, Installation und die notwendigen Genehmigungen ein.

Benötige ich für eine Erdwärmesonde immer eine behördliche Genehmigung?

Ja, in fast allen Fällen ist eine Genehmigung erforderlich. Sie müssen einen Antrag bei der unteren Wasserbehörde stellen. Dieser Prozess prüft, ob das Grundwasser durch die Bohrung gefährdet wird. Ohne diese offizielle Erlaubnis dürfen Sie nicht mit den Arbeiten beginnen. Holen Sie frühzeitig die nötigen Unterlagen ein.

Wie tief muss für eine effiziente Anlage gebohrt werden?

Die notwendige Bohrtiefe hängt von Ihrem Wärmebedarf und der Entzugsleistung des Bodens ab. Eine grobe Faustregel sind 40 bis 50 Meter pro Sonden. Für ein modernes Haus sind oft zwei Bohrungen mit je 100 Metern üblich. Ein Fachbetrieb berechnet die exakte Tiefe nach einer detaillierten Planung.

Sind Flächenkollektoren eine gute Alternative zur Tiefenbohrung?

Erdwärmekollektoren sind eine oberflächennahe Alternative. Sie werden horizontal in etwa 1,2 bis 1,5 Meter Tiefe verlegt. Dafür benötigen Sie jedoch viel freien Platz im Garten. Die Entzugsleistung ist geringer und von der Außentemperatur beeinflusst. Für kleinere Grundstücke ist eine Erdwärmebohrung meist die bessere Lösung.

Welche Rolle spielt die Bodenbeschaffenheit für den Erfolg?

Die Bodeneigenschaften sind entscheidend für die Effizienz. Felsiger Untergrund bietet eine hohe Entzugsleistung, während trockener Sand weniger Wärme leitet. Das Vorhandensein von Grundwasser kann die Leistung deutlich steigern. Eine vorherige geologische Untersuchung gibt Sicherheit für die Planung Ihrer Heizung.

Gibt es staatliche Förderungen für diese nachhaltige Heizung?

Ja, der Staat unterstützt den Einbau. Sie können über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) einen attraktiven Zuschuss erhalten. Die Förderquote liegt für die Kombination aus Wärmepumpe und Erdsonden bei bis zu 40 Prozent. Anträge müssen immer vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden.

Woran erkenne ich einen kompetenten Fachbetrieb?

Achten Sie auf spezielle Zertifizierungen wie das DVGW W120-Arbeitsblatt. Dieses Gütesiegel steht für Qualität bei der Bohrung und Installation. Fragen Sie nach Referenzen in Ihrer Region und der langjährigen Erfahrung des Teams. Ein seriöser Anbieter berät Sie umfassend zu allen technischen Voraussetzungen.

Wie lange hält eine solche Geothermie-Anlage?

Die eingebrachten Erdsonden haben eine sehr lange Lebensdauer von oft mehr als 100 Jahren. Die Wärmepumpe als Gerät hält bei guter Wartung 15 bis 25 Jahre. Regelmäßige Prüfungen und Service sichern die Effizienz und sorgen für niedrige Betriebskosten über viele Jahrzehnte.
Peter Mälzer
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